Das Museum RELIGIO Telgte setzt die Tradition der Krippenausstellungen fort. Seit vielen Jahren wird diese Sammlung von Krippen gezeigt. Bis zu 120 Exponate sind jährlich von November bis Januar im Museum in der Herrenstraße zu sehen.
Zum Thema Erleuchtung
Titel: 358
365 Glühlampen werden an Fäden befestigt zusammengebunden. Sie symbolisieren die Nächte des Jahres.
Jede Glühlampe erhält eine Ziffer.
Die 358*. ist die Heilige Nacht. Sie ist hell erleuchtet.
*Ausgehend von einem Jahr mit 365 Tagen
Zum Thema Weihnachtsfrieden.
Titel: Schein – frieden
Gebettet aus Heu und Stroh, weich und behütet, geborgen und schützend umschlungen, liegt das Jesuskind da.
Aber was verbirgt sich dahinter und darunter. Die harte Realität, hier dargestellt mit einem Stahlbesen.
Ist der Weihnachtsfrieden ein Scheinfriede, eine Atempause. Ein Zeitfenster zum Erdenken noch vernichtender Strategien?
Viele Fragen ranken sich um ein relevantes Thema jeder Zeit und besonders aktuell, unserer Zeit.
Das mutige Zusammentreffen der Soldaten an der Front 1914, war ein besonderer und persönlicher Weihnachtsfriede. Von Mensch zu Mensch. Doch geht die Menschlichkeit verloren, wenn es um reine Macht geht.
Krippe im Schutt
Zerfall und Hoffnung
Zwischen zerborstenen Steinen – ein Atemzug.
Ein Kind liegt im Staub, wo einst Mauern standen, wo Stimmen schwiegen unter dem Dröhnen des Krieges.
Die Krippe liegt inmitten der Trümmer. Doch das Kind: unversehrt. Hier wächst keine Idylle, aber vielleicht – ein Anfang. Das Jesuskind im Schutt ist ein Symbol für das Unzerstörbare: Menschlichkeit im Angesicht des Unmenschlichen.
Ein Symbol des Neuanfangs, wird in ein Umfeld gesetzt, das heute realer ist als die Idylle von Bethlehem. Syrien, Gaza, Mariupol, oder jeder Ort, an dem Bomben fallen und Menschen ihr Leben verlieren. Die Krippe steht inmitten dieser Zerstörung, nicht abseits.
Das Jesuskind liegt in einem Bett aus Pusteblumen. Ein Bett aus Hoffnung und Neuanfang,
Wo beginnt Hoffnung, wenn alles zerstört ist? Kann Frieden dort wachsen, wo Krieg ist?
